Wichtige Notfallrufnummern

Wählen Sie die 112 dann, wenn zum Beispiel Brände, Unfälle, eine schwere, plötzliche Krankheit oder andere lebensbedrohliche Situationen auftreten und Sie die Situation alleine nicht mehr im Griff haben.

  • Wo ist etwas geschehen?
  • Was ist geschehen?
  • Wie viele Personen sind betroffen?
  • Welche Art der Erkrankung/Verletzung liegt vor?
  • Warten auf Rückfragen!

Notfall-Telefax für Gehörlose (ausdrucken, ausfüllen und an die 112 faxen)

Feuerwehr / Rettungsdienst / Notarzt 112
Polizei 110
Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117
Zahnärztlicher Notdienst 089 7233093
Krankentransport 08123 19222
Polizeiinspektion Erding 08122 9680
Straßenmeisterei Erding 08122 97180
Klinikum Erding 08122 590
Giftnotruf München 089 19240
Haunersche Kinderklinik München 089 440052811
Nachbarschaftshilfe Oberding / Eitting 0162 2540087
Tierschutzverein Erding 0175 7231388
0151 18913997

Der europaweit gültige Notruf 112 kann kostenlos von jedem beliebigen Telefon gewählt werden. Eine Vorwahl ist nicht nötig. Die 110 ist nur Deutschlandweit gültig, im Ausland ist für Notrufe jeglicher Art die 112 zu verwenden. Auch in Deutschland kann der Disponent der 112 die Polizei alarmieren.

Bei Mobiltelefonen muss in einigen Ländern, darunter auch Deutschland, eine SIM-Karte eingelegt sein, um Missbrauch durch anonyme Anrufe zu verhindern. Viele Geräte mit Tastensperre haben eine extra "Notruf" Schaltfläche auf dem Display oder können auch dann zum Absetzen eines Notrufes verwendet werden, wenn die Tastensperre aktiv ist. Die 112 kann auch ohne Kenntnis des PIN Codes gewählt werden.

Der Notruf sollte immer dann gewählt werden, wenn zum Beispiel Brände, Unfälle, eine schwere, plötzliche Krankheit oder andere lebensbedrohliche Situationen auftreten und man die Situation alleine nicht mehr im Griff hat. So kann man eine brennende Pfanne leicht selbst löschen, indem man den Deckel auf die Pfanne setzt. Hat das Feuer allerdings schon die Vorhänge oder andere Gegenstände erreicht, sollte der Notruf unbedingt abgesetzt werden, bevor man weitere Löschversuche unternimmt.

Nachdem die Nummer gewählt wurde setzt sich das Gerät mit der nächsten Rettungsleitstelle in Verbindung. Mobiltelefone suchen sich das jeweils stärkste verfügbare Netz, welches nicht unbedingt das eigene Netz sein muss. Sollten alle Verbindungen für einen Anschluss belegt sein, werden automatisch Anrufe beendet um "Platz" für den Notruf zu machen. Meist ertönt statt des regulären Freizeichens eine Bandansage, die den Anrufer zum Warten auffordert. "Bitte legen Sie nicht auf!".

Ein Disponent der Leistelle nimmt den Anruf entgegen. Dieser fragt von sich aus meist nach dem Unfallort, einer Rückrufnummer und dem Grund des Anrufes. Ein normales Gespräch richtet sich nach den 5 W:

  • Wo ist etwas geschehen?
  • Was ist geschehen?
  • Wie viele Personen sind betroffen?
  • Welche Art der Erkrankung/Verletzung liegt vor?
  • Warten auf Rückfragen!

Das früher übliche Wer meldet wurde geändert und ist nun in den Rückfragen enthalten. Wo steht an erster Stelle, so kann gewährleistet werden, dass bei schlechter Verbindung (oder einem fast komplett leeren Akku) zumindest der Ort des Notrufes übermittelt wird. Die wichtigsten Informationen sollten daher als erstes durchgegeben werden.

Generell muss natürlich der Umstand des Notrufes in Betracht gezogen werden. Bei einem Brand ist es durchaus von Vorteil anzusprechen, ob ein Auto, ein Kochtopf oder ein ganzes Gebäude brennen. Bei Verkehrsunfällen ist die Anzahl der beteiligten und auch eingeklemmten Personen wichtig, ebenso ob Gefahrstoffe wie Benzin oder Transportgüter auslaufen und eine zusätzliche Gefahr darstellen. Bei Erkrankungen, Vergiftungen oder anderen Verletzungen kann durchaus schon eine erste Klärung der Umstände am Telefon erfolgen. Das Leistellenpersonal ist meist umfangreich in medizinischen Themen geschult, und kann zum Beispiel Anleitung für die Herz-Lungen Wiederbelebung geben bis weitere Hilfe eintrifft.

Der Anruf wird ohne Rückfrage aufgezeichnet, eventuell "unterdrückte" Rufnummern werden der Leitstelle trotz dieser Einstellung angezeigt. Eine Ortung ist möglich, allerdings nur mit Zustimmung des Anrufers. Die Genauigkeit kann von einigen 100 Metern bis hin zu mehreren Kilometern betragen. Besser ist es, z.B. bei modernen Navigationsgeräten die GPS-Koordinaten abzulesen und diese der Leitstelle zu übermitteln. Diese Abweichungen betragen im Normalfall nicht mehr als 15 Meter.

Für gehörlose Menschen gibt es die Möglichkeit, einen Notruf per Fax abzusetzen. Hier ist es umso wichtiger, auf dem Fax alle wichtigen Informationen zu hinterlegen, da sonst unter Umständen mehrere Faxe hin- und hergeschickt werden müssen um Klarheit über den Notruf zu schaffen.